Nach Abschluss der Tief- und Rohbauarbeiten im Gewölbekeller konnte die Bodenplatte im Erdgeschoss gegossen werden. Aus statischen Gründen war dies erst jetzt möglich. Die neue Bodenplatte ist nötig, um die weiteren geplanten statischen Maßnahmen in den Wohn- und Dachgeschossen umzusetzen.
Bislang bestand der Boden im Erdgeschoss aus einem kleinen Rest des ursprünglichen Sandsteinbodens, aus minderwertigem Beton mit einem sehr hohen Sandanteil, auf den Fliesen bzw. Solnhofener Platten aufgebracht waren, und aus Dielenböden, die auf verfaulenden Lagerhölzern bzw. im Bereich der Kriechkeller auf Tragbalken genagelt waren und mit einer dicken Erdschicht gegen den Lärm der grunzenden Schweine isoliert waren (siehe Umbauten der neuen Eigentümer).
Alle diese unterschiedlichen Böden wurden (bis auf die Sandsteinplatten, die der Rohbauer ausgebaut hat) in Eigenleistung ausgebaut und entsorgt, sodass von der beauftragten Rohbaufirma nur noch im Bereich der Kriechkeller geschalt und der ganze Erdgeschossbereich mit Beton ausgegossen werden musste. Begleitet wurde diese Arbeit vom Einbau eines neuen Hausanschlusses an die kommunale Abwasserentsorgung, der unter der neuen Bodenplatte geführt werden musste. Entsprechende Anschlüsse für die Bäder und Küchen der beiden Erdgeschosswohnungen wurden ebenfalls berücksichtigt.
Problematisch war die Aufbauhöhe der neuen Bodenplatte, da der Gewölbescheitel mit den unbehauenen Rückseiten der Steine sehr weit nach oben reichten, sodass das notwendige Einbringen einer Isolierung gegen die Bodenkälte eine Erhöhung des Fußbodens bedingte. Dies führte dazu, dass jetzt in der Eingangshalle eine zweite Stufe nötig wurde, die vom Bodenniveau der Eingangstüre auf das Niveau des Fußbodens im Erdgeschoss führt. Vorteil dieser Lösung ist, dass die bislang vorhandene Schwelle an der rückwärtigen Gartentüre entfallen kann.
Isolierung und Betonieren der neuen Bodenplatte erfolgten sukzessive in mehreren Arbeitsschritten.